El Dorado, spanisch für „Der Goldene“ ist ein Mythos der nach den ersten Kontakten der Spanier mit den indianischen Ureinwohnern Amerikas entstand. Die Europäer, immer auf der Suche nach dem raren Stoff Gold – vgl. auch das Thema Alchemie – waren davon überzeugt das, wenn es sich nicht im Labor herstellen lässt, sicher irgendwo auf der Welt - in der neuen Welt – einen Ort geben muss wo Milch und Honig fließen und Gold in Abundanz vorkommen muß. So soll Kolumbus als erstes nach seiner Ankunft auf der anderen Seite des Atlantik gefragt haben: „Wo ist das Gold?“ Unermessliche Reichtümer, das war es was die Europäer lockte. Gold, das göttliche Element, das mit seiner warmen Farbe ein Symbol der lebensspendenden Sonne auf Erden darstellt. Ein Symbol für das Leben selbst. Wer wollte sich nicht mit Leben umgeben, wenn es bloß nicht so selten in der alten Welt wäre. Da kommt die Kunde von einem Ort in Westindien, tief im Herzen des Südamerikanischen Kontinents wie gerufen. Unvorstellbare Schätze warten dort auf ihren Entdecker. Die Sehnsucht nach Abenteuer, Freiheit, Wildheit, Reichtum, Neuem.
Die Berichte von ersten Reisenden und tatsächlich gefundene Reichtümer schürten die Suche nach dem Ursprungsort.
Indianische Erzählungen weisen auf einen Ort in den Anden hin. Dort soll jeder neue Herrscher der Muisca, einem Chibcha- Volk, bei seinem Amtsantritt Goldschmuck und Smaragde während einer Zeremonie in eine Lagune als Opfergabe werfen. Er, der Herrscher, sei über und über mit Goldstaub bedeckt gewesen. Zusammen mit vier Priester soll er des nachts auf einem mit Goldgegenständen geschmückten Floß aus Binsen auf die Laguna de Guatavita, einen Bergsee in der Nähe von Santa Fé de Bogotá, Cundinamarca, herausgefahren sein. Am Ufer brannten Zeremonienfeuer. Musik und Tanz. Die Sterne funkelten am tiefschwarzen Himmel, im kraterförmigen Kessel der Lagune sammelte sich ihr Licht und auf der glatten Oberfläche des Sees vermischten sich die Reflektionen der Feuer mit dem Abbild der Sterne und den Goldgegenständen, die uns dunkle Wasser glitten.
Wenn das nicht Abundanz ist mit Gold so verschwenderisch umzugehen! Viele Konquistadoren machten sich auf den beschwerlichen Weg – es gab übrigens keinen, man musste ihn sich selbst schlagen – und verloren ihr Leben. Die Tropen sind kein Ponyhof. Einigen aber gelang es unter größten Entbehrungen ans Ziel zu kommen. Die Gegend, die Lagune, alles so wie in den Beschreibungen. Doch wo war das Gold? War es etwa die fehlerbehaftete Übersetzung der indianischen Erzählungen? Jedenfalls konnte kein außergewöhnlich großer Goldschatz gefunden werden. Nur das normale Gold der Indianer war vorhanden, beträchtliche Mengen zwar, aber nicht das erhoffte El Dorado. Viele Expeditionen, auch bis in unsere Zeit, versuchten der Legende von El Dorado und der Lagune von Guatavita auf den Grund zu gehen. Wo waren die Schätze? Ein amerikanischer Abenteurer ließ sogar die ganze Lagune trockenlegen – ohne Erfolg. Das einzige was gefunden wurde war 1969 ein goldenes Floß das die Zeremonie des El Dorado darstellt – also war wohl doch etwas Wahres an der Legende. Dieses Goldfloß kann heute im Museo del Oro in Bogotá bestaunt werden – der Besuch lohnt sich. Doch die überlieferten Reichtümer sind bis heute nicht aufgetaucht, sind sie etwa noch auf dem Grund der Lagune im Schlamm verborgen? Wir werden es wohl nicht erfahren, denn die Laguna de Guatavita ist zum Nationalerbe erklärt worden, Nachforschungen sind somit nicht mehr möglich. Was bleibt ist eine Legende. Alle auf SchmuckausKolumbien.de angebotenen Schmuckstücke sind Teil der Legende von El Dorado. Sie sind Teil der Suche nach unermesslichen Reichtümern, sie wurden geraubt und eingeschmolzen, geopfert, getragen, mit viel Hingabe hergestellt. Jahrhunderte vergraben im Urwald konnten ihnen nichts anhaben. Präzise nachgefertigt sind sie das was die Legende ausmacht. Einfach legendär.